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Wasser als regionaler Faktor
Wasser ist der Ursprung allen Lebens auf der Erde. Doch Wasser ist nicht gleich Wasser. Die weltweiten Wasservorkommen unterscheiden sich in ihrer isotopen Zusammensetzung sehr deutlich voneinander.
Die Weltmeere enthalten über 97 Prozent des freien Wassers der Erdoberfläche. Die großflächige Verdunstung dieses Wassers führt zur Bildung von Wolken. Das verdunstete Wasser regnet ab, verdunstet erneut und wird wieder abgeregnet. Das Wasser folgt dabei den Bewegungen der großen Luftmassen und verändert ständig seine isotope Zusammensetzung. Aufgrund dieser Tatsache ergibt sich für jede Region der Erde ein spezifischer Isotopen-Wert, der sich im Niederschlag, in Pflanzen und in allen wasserhaltigen Produkten nachweisen lässt.
In Europa erzeugt die vorherrschende Westwindlage für Regen ein Isotopengefälle von Westen nach Osten, der weltweite Effekt sorgt zusätzlich für eine Abnahme von Süden nach Norden. Das geografische Isotopen-Muster des Wassers ermöglicht somit eine genaue Identifizierung der Herkunft wasserhaltiger Produkte. Man bezeichnet daher seine Isotopen-Verhältnisse D/H und 18O/16O als „geografische Faktoren“.
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Die Hauptwindrichtung beeinflusst das Isotopen-Muster des Grundwassers
