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Unterscheidung biogen/fossil
Neben den stabilen Isotopen, die nicht dem radioaktiven Zerfall unterworfen sind, existieren jeweils auch nicht stabile Varianten der Elemente, die mit einer entsprechenden Halbwertszeit zerfallen.
Im Fall des Kohlenstoffs kommt in der Natur neben den stabilen Varianten auch das radioaktive Isotop 14C vor, das stetig in den oberen Atmosphären durch kosmische Strahlung gebildet wird.
Von dort wird es in Form des Kohlendioxids in der gesamten Atmosphäre verteilt und findet somit zwangsläufig auch Eintrag in die Biomasse der Pflanzen und somit der gesamten Nahrungskette.
Während fossile Stoffe, wie Kohle, Erdöl oder Erdgas aufgrund ihrer langen Lagerung in der Erde kein 14C mehr enthalten, ist in nachwachsenden Rohstoffen der maximale Gehalt an 14C vorzufinden. Dieser nimmt erst dann ab, wenn die biologische Tätigkeit erlischt – also der Organismus abstirbt.
Damit bietet die 14C-Analytik (Liquid scintillation counting-Methode) vielfältige Möglichkeiten zur Unterscheidung von nachwachsenden und fossilen Rohstoffen z.B. im Bereich der Schmierstoff-, Papier- und Zement-Industrie.
Anwendungsbeispiele
- Bestimmung des biogenen Anteils in Schmierstoffen (Detektion von Mischungen möglich)
- Unterscheidung von natürlichen und synthetischen Reinstoffen (z.B. Aromen, Alkohol)
- Bestimmung des biogenen Anteils in Brennstoffen der Zementindustrie
- Nachweis des Zusatzes von exogenem Kohlendioxid in Perl-/Schaumwein
